Römische Eier, ein Fund und ein Rezept

Ich versuche mal das ganze Infozeug von Facebook hier zu teilen statt dort, das heißt, es wird hoffentlich mehr content geben hier, aber wahrscheinlich kürzeren.

Los geht’s.

In Aylesbury, Buckinghamshire wurden, neben anderem, Überreste eines Korbs aus Eiche und Weide gefunden, sowie 4 Eier. Drei davon sind inzwischen kaputt, eines ist heil geblieben.

https://www.bbc.com/news/uk-england-beds-bucks-herts-50603415

Bilder mit der Bildersuche.

Und hier noch ein Eirezept von Apicius, gefunden auf der Seite http://www.klassischearchaeologie.phil.uni-erlangen.de/realia/essen/rezepte/ovis.html

In ovis hapalis: piper, ligustcum, nucleos infusos. Suffundes mel, acetum; liquamine temperabis.

Für weichgekochte Eier: Pfeffer, Liestöckel und eingeweichte Pinienkerne. Gieße Honig und Essig dazu und schmecke mit Liquamen ab.

Pullum frontonianum

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In einen Bräter:
200 ml Rotwein, 1 EL Salz, 100 ml Öl, 3 EL Muskatnuss, 3  EL Bohnenkraut, eine gute Menge Dill (3 EL lt Rezept), eine gute Menge frischer Koriander (3 EL lt Rezept, wobei nicht klar ist, ob Samen oder Blätter gemeint waren).

Ist unterm Strich auch fast egal, ob Samen oder Blätter – Hauptsache, viel. Man kann davon ausgehen, dass die originale Idee war: Koche Huhn in Liquamen mit allen Gewürzen, die du zur Hand hast.

3 Lauchzwiebeln dazu. 3 Hühnerbrustfilets dazu. Alles in den Ofen bei 200° für eine knappe Stunde. Ab & an mal den Sud übers Huhn kippen.

Dinkel dazu. (Gibt es inzwischen beim Rewe “Dinkel wie Reis”, ist narrensicher.)

Das war das Rezept, das ich genommen habe.

Hier ist eine leichte Abwandlung.